Lexikon (Briefhüllen)
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Abdeckstreifen
Er begegnet Ihnen auch als "Haftklebe-", "Schnelltrenn-", "Schnell-Verschluß"- oder aber als "Schnellabzieh-Streifen". Viele Wörter, aber nur eine Bedeutung. Dieser Streifen deckt die Klebung auf der Umschlagklappe ab.
Wenn Sie den Umschlag verschließen wollen, ziehen Sie diesen Streifen einfach ab, legen die Klappe um, drücken sie auf der Rückseite des Kuverts an und schon ist es fest verschlossen. Schnell, sicher, sauber, praktisch, bequem.
Dieser Abdeckstreifen hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Naßklebung oder dem Selbstklebeverschluß. Die Kuverts sind wesentlich besser lagerfähig, da die Klebung durch den Streifen geschützt ist, länger hält und nicht an den darunterliegenden Kuverts haftet.
Air-Safe-Tasche
Die Air-Safe-Tasche bietet ebenfalls eine sehr gute Schutzwirkung für das in ihr verschickte Transportgut. Sie besteht aus Luftpolsterfolie (Polyethylen, das durch Recycling gewonnen wird) und aus Papier, das die Folie abdeckt. Sie wird in 10 Größen in den Farben Braun und Weiß (chlorfrei) angeboten. Durch ihre Adhäsionsgummierung mit Abdeckstreifen ist sie leicht zu verschließen. Mit ihrem äußerst geringen Eigengewicht von 9 bis 74 g hilft die Air-Safe-Tasche außerdem, Porto zu sparen.
Briefumschlag
Der Briefumschlag unterscheidet sich im wesentlichen von der Versand-tasche durch die Positionierung der Verschlußklappe. Beim Briefumschlag befindet sich die Klappe an der Längsseite, bei der Versandtasche an der Schmalseite. Hinter den verschiedensten Formaten verbirgt sich eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten.
Chlorfrei
Chlorfrei Die Hersteller von Zellstoff - dem wichtigsten Ausgangsstoff für die Papierherstellung - setzen heute fast ausschließlich auf chlorfreie Bleichverfahren, um die Umwelt nicht durch chlorhaltige Abwässer zu belasten. Die Bleiche dient dazu, Lignin (Holzstoff) von den Zellstoffasern zu trennen, damit das Papier nicht vergilbt.
Rein chemisch gesehen ist die Chlorbleiche zwar nach wie vor das optimale Verfahren, allerdings können die Abwässer nur unzureichend gereinigt werden.
Alternative Methoden verwenden Sauerstoff bzw. Wasserstoffperoxid für die Bleiche. Bei der Sauerstoffbleiche bewirkt der Sauerstoff in Verbindung mit Natronlauge die Herauslösung der Ligninfasern. Die Abwässer werden Rückgewinnungskreisläufen zugeführt und schließlich eingedampft und verbrannt. Nachteil dieses Verfahrens ist, daß der Sauerstoff die Zellstoff-Fasern angreift. Die Bleiche mit Wasserstoffperoxid ist besonders umweltverträglich, denn diese zerfällt nach dem Bleichprozeß zu Wasser und Sauerstoff. Allerdings wird das Lignin nicht vollständig von den Zellstoffasern gelöst, sondern nur entfärbt. Die besten Erfolge werden mit einer Kombination beider Verfahren erzielt, und es ist abzusehen, daß in wenigen Jahren nur noch Papiere aus chlorfrei gebleichtem Zellstoff angeboten werden. TCF - Total Chlorfrei Gebleicht
TCF - Total Chlorfrei Gebleicht
ECF - Restbleiche mit Chlor unter 1 %
Codierzone
Die Codierzone ist 140 mm lang und 15 mm breit. Sie beginnt immer am rechten unteren Rand und ist auf allen DIN Lang- und DIN C6-Briefumschlägen für die automatische Kuvertierung und auf Postkarten unbedingt von allen Angaben freizuhalten. Der von der Post in der Codierzone aufgebrachte Strichcode dient der Prüfung und schnelleren Verteilung der Sendung.
Dekolleté
Man versteht darunter den Abstand zwischen dem Klappenfalz und dem Beginn der Rückseite.
DIN-Formate
Das Deutsche Institut für Normung/DIN hat die folgenden Formate (Auszug) festgelegt:
DIN Lang 110x220 mm
DIN C6 114x162 mm
DIN C5 162x229 mm
DIN C4 229x324 mm
DIN B4 250x353 mm
DIN C6/5 114x229 mm
Einstecken
Bei großen Auflagen erfolgt die Befüllung von Briefumschlägen heute natürlich automatisch (siehe Stichwort "Kuvertierung"). Bei kleineren Auflagen - etwa bis 500 Stück - und vor allem im privaten Bereich ist aber nach wie vor das Einstecken von Hand üblich.
Faltentaschen
Für dickeres Versandmaterial gibt es Versandtaschen mit Seitenfalte. Dabei unterscheidet man Versandtaschen mit Spitzboden, die den Vorteil haben, daß sie sich flexibler dem Inhalt anpassen, und solche mit Stehboden, bei denen der Boden starr ist, dafür aber besser aufspringt.
Fenster
Das Standard-Briefumschlag-Fenster besitzt eine Größe von 45 x 90 mm. Standardisiert ist übrigens auch die Positionierung: Auf Briefumschlägen der Formate DIN C6, DIN Lang und DIN C6/5 sind die Fenster 20 mm vom linken Rand und 15 mm vom unteren Rand entfernt angeordnet. Für die Versandtaschen gelten die folgenden Maße: Für das Format DIN C5 20 mm vom linken Rand und 60 mm vom unteren Rand und für das Format DIN C4 119 mm vom unteren Rand und 214 mm vom linken Rand. Bei den Versandtaschen werden die Abstände bei rechts liegender Mundklappe gemessen. Das DIN-Fenster bei C4-Versandtaschen beträgt 55 x 90 mm (neu).
Grammatur (g/qm)
Die Grammatur ist die Festlegung des Papiergewichts in Gramm pro Quadratmeter. Und auf deren Basis läßt sich eine Briefsendung schon im Vorfeld gewichtsmäßig genau kalkulieren. - So kann man Kosten sparen!
Großbrief
Das neue Brief-Konzept der Deutschen Bundespost POSTDIENST definiert den Großbrief wie folgt: Maximales Gewicht 500 g, maximale Größe bis 250 x 353 mm (B4), maximale Dicke 20 mm.
Gummierung
Es gibt drei Arten von Gummierung:
Die Nassklebung ist eine Leimgummierung, die durch Wasser aktiviert wird.
Die Selbstklebung ist eine Klebegummierung, die sich auf beiden zu verklebenden Flächen befindet. Die Klebewirkung wird ohne Wasser, nur durch den Anpressdruck aktiviert.
Die Haftklebung (mit Abdeckstreifen) ist eine Klebegummierung, die nur auf einer der beiden zu verklebenden Flächen angebracht ist. Auch sie wird erst durch den Anpressdruck aktiviert und vorher durch einen Klebestreifen geschützt.
Haftklebung
Wie sie funktioniert, haben wir Ihnen bereits unter dem Stichwort "Gummierung" erklärt. Jetzt erfahren Sie, welche Vorteile diese modernste Art der Gummierung hat: Sie braucht nicht angefeuchtet zu werden - man spart also diesen Arbeitsgang. Außerdem sind Umschläge mit Haftklebung einfacher zu befüllen und behalten ihre Klebekraft über fünf Jahre. Hinzu kommt, daß sich Briefhüllen mit Haftklebung problemlos bedrucken lassen, da der Abdeckstreifen plan auf der Mundklappe liegt.
Haltbarkeit
Briefumschläge und Versandtaschen werden häufig in großen Mengen gekauft, gelagert und dann nach und nach verbraucht. Deshalb ist es wichtig, hierbei die Lagerfähigkeit, also die Haltbarkeit der verschiedenen Arten der Gummierung, zu berücksichtigen. Die Naßklebung ist in dieser Hinsicht völlig unproblematisch: Sie ist fast unbegrenzt haltbar. Die Haftklebung bleibt 5 Jahre funktionsfähig, während die Selbstklebung schon nach einem Jahr ihre Klebefähigkeit einbüßt.
Hausposttasche
Damit in Firmen und Behörden auch intern alles an die richtige Adresse geht, gibt es die Hausposttasche. Sie präsentiert sich als Sammel-versandtasche für den internen Postverkehr. Die Ausstattung umfaßt meistens eine 6fache Sichtlochung sowie einen 1- oder 2seitigen Tabellendruck.
Hüllengewichte
Im Wettlauf um das günstigere Entgelt (Infopost oder Briefe) kann das Gewicht der Hülle entscheidend dazu beitragen, diese Kosten zu senken. Es handelt sich um Ca.-Gewichte.
Hüllenformate
| Papiergewichte 60 g/qm |
DIN C6 114x162 mm 2,7 g |
DIN Lang 110x220 mm 3,6 g |
DIN C5 162x229 mm 5,6 g |
DIN C4 229X324 mm 11,1 g |
C6/5 114x229 mm 4,1 g |
Infopost
Im Zuge der Einführung des neuen Konzeptes "Brief 2000" schaffte die Deutsche Bundespost die bisher mit den Begriffen "Drucksache" und "Massendrucksache" beschriebenen Versandarten ab und ersetzte diese ab dem 1. September 1993 durch die "Infopost" mit einer vereinfachten Tarifstruktur.
Innendruck
Da man Papier beidseitig bedrucken kann, kann man folglich auch die Innenseite von Briefum-schlägen und Versand-taschen bedrucken. Es gibt zwei Gründe, das zu tun: Einmal, um zu ver-hindern, daß der Inhalt des Umschlages durchscheint und von außen lesbar ist. Um das zu verhindern, wird die Innenseite des Umschlags einfach blau oder grau bedruckt. Es sind auch andere Farben möglich. Auch der Streifen- oder Zahlenmeer-Innendruck wird häufig zu diesem Zweck benutzt. Andererseits kann man aber auch auf der Innenseite von Umschlägen gedruckte Werbebotschaften plazieren. Hierzu kann beispielsweise die Fläche hinter dem Fenster benutzt werden, die in dem Moment sichtbar wird, in dem der Inhalt des Umschlages entnommen wird. Es ist aber auch eine komplette Bedruckung der Innenseite mit Werbung möglich. In diesem Fall muß sich der Umschlag nach dem Öffnen natürlich aufklappen lassen. Bei Direct-Mailings kann die Innenseite z.B. als Werbe-fläche für Angebote genutzt werden.
Jiffy-Taschen
Da man Papier beidseitig bedrucken kann, kann man folglich auch die Innenseite von Briefum-schlägen und Versand-taschen bedrucken. Es gibt zwei Gründe, das zu tun: Einmal, um zu ver-hindern, daß der Inhalt des Umschlages durchscheint und von außen lesbar ist. Um das zu verhindern, wird die Innenseite des Umschlags einfach blau oder grau bedruckt. Es sind auch andere Farben möglich. Auch der Streifen- oder Zahlenmeer-Innendruck wird häufig zu diesem Zweck benutzt. Andererseits kann man aber auch auf der Innenseite von Umschlägen gedruckte Werbebotschaften plazieren. Hierzu kann beispielsweise die Fläche hinter dem Fenster benutzt werden, die in dem Moment sichtbar wird, in dem der Inhalt des Umschlages entnommen wird. Es ist aber auch eine komplette Bedruckung der Innenseite mit Werbung möglich. In diesem Fall muß sich der Umschlag nach dem Öffnen natürlich aufklappen lassen. Bei Direct-Mailings kann die Innenseite z.B. als Werbe-fläche für Angebote genutzt werden.
Klammerverschluß
Für das Verschließen von Versandtaschen oder Polstertaschen unterscheidet man zwei Arten von Klammerverschlüssen. Einmal den maschinell angebrachten Klammerver-schluß, bei dem durch die Mundklappe eine Metallöse gebohrt und auf der Rückseite der Versandtasche mittels eines einfachen, umgebogenen Metallstreifens verschlossen wird. Bei der Verwendung von Flügelklammern wird der Verschluß von zwei Streifen gehalten, was ihm noch mehr Festig-keit verleiht.
Kompaktbrief
Mit ihrem Konzept "Brief 2000" hat die Deutsche Bundespost POST-DIENST seit dem 1. April 1993 eine neue Tarifstruktur eingeführt. Vor diesem Stichtag hatte das Format bei Sendungen über 20 g keinen Einfluß auf das Porto. Der neu eingeführte Kompaktbrief deckt jetzt die Sendungen ab, die zwar das gleiche Format wie Standardbriefe haben, aber schwerer und dicker sind.
Die genaue Die genaue Definition des Kompaktbriefes lautet:
Gewicht: bis 50 g
Größe: bis 125 x 235 mm Maximalformat
(entspricht Format DIN-Lang bis B6)
Dicke: bis 10 mm
Kuvertierung
Damit ist das maschinelle, aber auch das manuelle (siehe Stichwort "Einstecken") Befüllen von Briefumschlägen gemeint. Überall da, wo besonders viel Post an Kunden verschickt wird - etwa im Versandhandel oder der werbenden Wirtschaft - gibt es eigene, automatisierte Kuvertierstraßen.
Die speziellen Umschläge für das maschinelle Kuvertieren sind bis zu 9 mm breiter als die normalen Formate. Der besondere Schnitt ist er-forderlich, damit die Kuvertiermaschine die Umschläge besser öffnen und befüllen kann. Auch sonst weisen diese Umschläge einige "ma-schinentaugliche" Besonderheiten auf, die das reibungslose Befüllen ermöglichen:
Sie verfügen über eine längere, abgerundete Mundklappe und über außen- oder innenliegende Seitenklappen.
Lesezone
Man könnte diese Lesezone auch Adreßfeld nennen. Aber da auch die Post die Zeichen der Zeit erkannt hat und voll auf Automatisierung setzt, müssen Adressen auch maschinenlesbar sein. Aus diesem Grund müssen die gedruckten Adressen immer an der gleichen Stelle zu finden sein. Deshalb heißt das Adreßfeld jetzt Lesezone und seine Position und Größe ist für jede Umschlaggröße genau definiert.
Luftpost
Manchmal hat es durchaus Vorteile in die Luft zu gehen: Zum Beispiel, wenn man es darauf abgesehen hat, daß eine Briefsendung besonders schnell weite Strecken zurücklegt. Und weil Luftpostbriefe besonders leicht sein müssen, verwendet man zu Herstellung der entspre-chenden Luftpostumschläge spezielles Papier mit einem Eigengewicht von weniger als 50 g/qm; man erkennt diese Umschläge sofort an ihrem speziellen "Luftpost"-Aufdruck am Rand.
Maxibrief
Nach dem neuen Konzept "Brief 2000" der Deutschen Bundespost POSTDIENST, das seit dem 1. April 1993 in Kraft ist, wird die größte zulässige Briefsendung wie folgt definiert:
Gewicht: bis 1000 g
Größe: 250 x 353 mm (entspricht Format B4)
Dicke: bis 50 mm
Mittelklebung
Die beiden Rückseitenflächen von Versandtaschen und Faltentaschen überlappen sich in der Mitte und werden längs dieses Streifens zusammengeklebt. Diese Produktinnovation zeichnet sich durch mehr Rückgrat aus, d.h., sie ist stabiler als vergleichbare Produkte mit Seitenklebung. Zwei Eigenschaften, die sich beim nachträglichen Bedrucken der Versand-taschen äußerst positiv auswirken: Die Mittelklebung erlaubt höheres Vorstapeln in der Druckmaschine und ermöglicht so einen schnelleren Durchlauf.
Mindestmenge
Darunter versteht man die Menge, die bei Sonderanfertigungen von Briefumschlägen und Versandtaschen mindestens benötigt wird.
Für Versandtaschen und Briefumschläge beträgt die Mindestmenge 10.000 Stück. Geringere Mengen kalkulieren wir gerne persönlich für Sie.
Als Mindestmenge versteht man aber auch die Verpackungseinheit bei Lagerware. Die Mindestabgabe ist eine Verpackungseinheit, z.B. 250, 500, 1000 Stück oder nach Sondervereinbarung.
Mundklappe
Man nennt sie auch Verschlußklappe. Es handelt sich um die Klappe, die dazu dient, Briefhüllen oder Versandtaschen fest zu verschließen. Dies kann durch Verklebung, durch Klammer-verschluß oder durch Einstecken der Verschlußklappe geschehen.
Je nach Form und Funktion wird unterschieden: spitze Verschlußklappe, gerade Verschlußklappe/Mappenverschluß, abgerundete Verschlußklappe (für maschinelle Kuvertierung).
Naßklebung
Eine Leimgummierung, die erst dann aktiviert wird, wenn sie angefeuchtet wird. Umschläge und Versandtaschen mit Naßklebegummierung sind - darauf haben wir schon unter dem Stichwort "Haltbarkeit" hingewiesen - praktisch unbegrenzt haltbar, wenn sie richtig gelagert werden.
Natron
Natronpapier - auch unter dem Namen "Kraftpapier" bekannt - wird zu mindestens 90 % aus frischem und in der Regel ungebleichtem Zellstoff hergestellt. Es zeichnet sich durch besonders hohe Festigkeit und Beständigkeit aus und war früher - da ungebleicht - leicht an seiner braunen Farbe zu erkennen. Heute wird Natronpapier allerdings auch in einer hervorragenden weißen Qualität produziert.
Entsprechend den heutigen Anforderungen ist diese weiße Variante auch in TCF-Ausführung erhältlich. Gute Natron-Papierqualitäten kommen vielfach aus Skandinavien, da dort eine große Anzahl entsprechender Produktionsstätten und Zellstoffhersteller vorhanden ist.
Neuwieder Naturcouvert
Bei der Herstellung des Neuwieder Naturcouverts wird vollständig auf Zellstoff verzichtet, die damit verbundene Umweltbelastung entfällt.
Es werden die innerhalb des Produktionsprozesses freiwerdenden Energiereserven weitergenutzt. So werden z.B. Rinde und Späne zur Speisung des Papierherstellungsprozesses eingesetzt. Das Neuwieder Naturcouvert besteht zu 100 % aus chlorfrei gebleichten Holzfasern. Das Neuwieder Naturcouvert läßt sich hervorragend recyceln, da belastende Bestandteile nicht verwendet sind.
Eigenschaft:
- Automatenumschlag 100 % Naturcouvert
- Ein leichtes Material: ca. 60 g/qm
- Hervorragende Bedruckbarkeit mit gutem Druckbild
- 20 % Gewichtsersparnis gegenüber herkömmlichem Material
Opazität
Zur Abwechslung hier einmal ein Fremdwort, das nicht aus dem Englischen, sondern aus dem Lateinischen kommt. Wörtlich übersetzt heißt es "Dunkelheit". Druckfachleute und Papierhersteller verstehen unter Opazität den Grad der Undurchsichtigkeit von Papier. Diese Eigenschaft ist vor allem für grafische Papiere sehr wichtig, wenn sie von zwei Seiten bedruckt werden sollen. Bei der Papierherstellung kann man die Opazität beeinflussen, indem man den Anteil der Füllstoffe erhöht. Hierzu werden beispielsweise Kaolin, Calciumcarbonat, Talkum oder Titandioxid verwendet. Solche Zusätze zur Papiermasse haben zusätzlich den positiven Nebeneffekt, daß beim Satinieren, also beim Glätten des Papiers, eine noch glattere Oberfläche entsteht.
Polstertasche
Es gibt zwei Arten von Polstertaschen: Die Jiffy-Tasche und die Air-Safe Tasche. Bitte beachten Sie die Hinweise unter dem Begriff "Jiffy-Tasche" und "Air-Safe-Tasche".
Recycling
Dieses neudeutsche Wort ist eigentlich ein englisches Wort, dessen Wurzel das griechische Wort für "Kreis" = "Cyclos" ist. So alt sein Ursprung auch sein mag, so neu ist seine heutige Bedeutung: Unter Recycling verstehen wir heute die Rück-führung wiederverwertbarer Stoffe in die Produktion. Die Papierindustrie kennt und nutzt dieses Verfahren schon länger. In der heutigen Zeit, in welcher der aktive Umweltschutz eine immer wichtigere Rolle spielt, ist die umweltfreundliche Briefhülle ein ganz besonders aktuelles Thema. Bereits heute besteht über 80 % unseres Sortiments aus Briefumschlägen und Versandtaschen, die aus Recycling-Prozessen stammen. Werbung per Post soll ankommen, und zwar im doppelten Sinne. Sie kann das ange- sichts des gesteigerten Umweltbewußtseins der Öffentlichkeit nur, wenn ihre Akzeptanz nicht durch die Verwendung umweltfeindlicher Materialien und Verfahren gefährdet wird. Sie fragen sich, wie es denn bei Recycling-Papieren mit der Postverarbeitung aussieht? Das ist heute kein Thema mehr: Recycling-Briefumschläge für die automatische Kuvertierung kommen immer häufiger zum Einsatz, weil die von den Papierherstellern angebotenen Qualitäten sich inzwischen optimal von Automaten verarbeiten lassen.
Seitenklappen
Vor allem die Verarbeiter von Briefumschlägen für die automatische Kuvertierung werden hier hellhörig. Kuvertieranlagen gibt es viele. Firmen wie Pitney Bowes, Bell & Howell, Kern Okafold, Böwe oder Stielow zählen zu den bekannteren Herstellern, deren Maschinen einen guten Ruf haben. Aber so zahlreich die Anbieter, so unterschiedlich sind die Systeme, mit denen die Umschläge verarbeitet werden. Bei unserem Thema geht es speziell um den Vorgang der Öffnung des Briefumschlages in der Maschine. In der Kuvertier-maschine werden die Hüllen an 3 oder 4 Stellen - seitlich und in der Mitte - angesaugt. Bei außenliegenden Seitenklappen ist es aus produktionstechnischen Gründen nicht ganz unproblematisch, die Seitenklappen bis zum oberen Rand zu verkleben. Denn wenn zuviel Leim aufgebracht wird, könnte dieser beim Falten aus-gedrückt werden und so den Briefumschlag von innen verkleben. Bei den innen-liegenden Seitenklappen können die "Finger" der Maschine, die das Füllgut in die Hülle transportieren, gegen die untergeklebte Seitenklappe stoßen. Stopper wären dann die Folge. Und die hat keiner gerne, weil sie Zeit und folglich auch Geld kosten. Hohe Fertigungsqualität ist die Voraussetzung für einen reibungslosen Kuvertiervorgang.
Selbstklebung
Es handelt sich um eine Klebegummierung auf der Basis von Latex, die beidseitig, also auf der Mundklappe und auf der Konterklappe, aufgebracht wird. Die Klebung wird "aktiviert", wenn die beiden Klebeflächen sich berühren. Die Handhabung ist also besonders leicht und unkompliziert. Allerdings ist die Haltbarkeit dieser Klebung - je nach Lagerung - auf ein Jahr beschränkt.
Tyvek®
Das Material wurde in den USA von der Firma Du Pont entwickelt. Die Produktionsstätte für den europäischen Bedarf befindet sich in Luxemburg. Tyvek® ist ein Spinnvlies, das aus 100 % Polyethylen hergestellt wird. Feinste Endlosfasern werden versponnen und anschließend unter Druck und Hitze verfestigt. Das Endprodukt ist weiß, ungiftig, chemisch reaktionsarm und enthält weder Bindemittel noch Farb- oder Füllstoffe. Tyvek® ist ein hochfestes, mikroporöses Flächenprodukt und wird wegen seiner hervorragenden Eigenschaften für eine Vielzahl von Produkten wie Briefhüllen, Verpackungsmaterial, Anhänge- und Selbstklebeetiketten, Diskettenhüllen, sterile Verpackungen, Schutzkleidung sowie Produkte aus dem Bereich Bauwesen (Isolierungen) verwendet.
Die Umwelt wird von Tyvek® nicht belastet: Bei Du Pont werden die Produktionsreste granuliert und sofort in den Herstellungsprozeß von Tyvek® zurückgeführt. Tyvek® verbrennt zu Kohlendioxid und Wasser. Durch sein geringes Eigengewicht spart Tyvek® Portogebühren. Versandtaschen aus diesem Material wiegen wesentlich weniger als vergleichbare Papierversandtaschen, wie ein direkter Vergleich zeigt:
Versandtasche C4 aus Tyvek®: 10 g
Versandtasche C4 aus Papier: 29 g
Ein weiterer, wesentlicher Vorteil der Versandtaschen aus Tyvek® ist deren extreme Festigkeit. Der Reißfestigkeitstest ergibt: 198 kg bei 54 g/qm bzw. 551 kg bei 75 g/qm MaterialBruchlast.


